In Zusammenarbeit mit Roland Heuger und Riccardo Lardi entstanden im Sommer 2011 diverse Arbeiten für den Kurs “Messing with our Minds” von Willy Sengewald. Eine ausführliche Dokumentation ist hier zu finden.
Für die lange Nacht der Wissenschaft im Mai 2011 in Berlin wurden zwei unterschiedliche Brillen und ein Prototyp des Hörgerätes entwickelt.
1. Left/Right Glasses
Inspiriert von den Upside Down Glasses von Carsten Höller entstanden die Left/Right Glasses, die die Umgebung mit Hilfe zweier Prismen horizontal spiegeln. Jede Bewegung erscheint somit spiegelverkehrt.
2. Eye Swap Glasses
Vier Spiegel werden dazu verwendet, die Bilder zwischen dem rechten und linken Auge auszutauschen. Licht, das normalerweise auf das rechte Auge trifft, wird auf das linke Auge umgelenkt. Die räumliche Wahrnehmung wird durch die Brille gestört, die Entfernung von Gegenständen wird teilweise umgekehrt.

3. Ear Swap Device
Akustische Signale werden – wie bei den Eye Swap Glasses – ausgetauscht. Ein rechts vorbei fahrendes Fahrzeug scheint links zu sein.
4. 2PI Reflective Dome
Die Thematik der Orientierungslosigkeit und die veränderte Darstellung der Realität wurde erneut aufgegriffen und die Verwendung von (digitalen) Spiegelungen war erneut wichtig.
Inspiriert von einem Spiegelkabinett und der Reflexion eines zerbrochenen Spiegels, wurde ein digitales Kaleidoskop entwickelt. Das von einer Industriekamera gelieferte Bildmaterial wurde in Echtzeit verarbeitet und als 360° Bild in die Kuppel projiziert.
Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Kaleidoskop sollte eine zellenartige Struktur entstehen, die mit der Hilfe des Voronoi-Algorithmus umgesetzt wurde.
Das Verhalten der Zellen wurde durch einen Performer gesteuert.
Durch das Tragen der Eye Swap Glasses wurde die Neigung und Bewegung der Zellstruktur beeinflusst. Schnelle Bewegungen führten zu der Teilung einer beliebigen Zelle (“Bruch einer Spiegelfläche”). Die Anzahl der Zellen vervielfachte sich während der Performance.



